„Eine Minute Mut“ – die Audiokolumne für Ärztinnen und Ärzte, die etwas verändern wollen

Einmal im Monat, rund 4-6 Minuten lang, im Podcast „Klinisch Relevant“: In „Eine Minute Mut“ spricht Martin Werner von DocsGoSwiss über das, worüber im Klinikalltag selten gesprochen wird – Veränderung, Angst, Aufschieben, Verantwortung. Jede Folge endet mit einer konkreten Übung. Hier findest du alle bisherigen Episoden im Überblick, inklusive Spotify-Playlist.

 

👉 Zur Spotify-Playlist „Eine Minute Mut“

 

Was ist „Klinisch Relevant“?

„Klinisch Relevant“ ist einer der reichweitenstärksten deutschsprachigen Fortbildungspodcasts für Menschen in medizinischen Berufen. Dreimal pro Woche – dienstags, donnerstags und samstags – liefert das Team um Dr. med. Kai Gruhn, Dr. med. Dietrich Sturm und Prof. Markus Wübbeler Fachwissen für den klinischen Alltag, mit dem erklärten Ziel, die interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit in der Medizin zu stärken.

Zwischen Leitlinien, Notfallmedizin und Fachupdates läuft seit einiger Zeit ein Format, das bewusst anders ist: „Eine Minute Mut“.

 

Was ist „Eine Minute Mut“?

„Eine Minute Mut“ ist eine monatliche Audiokolumne im Podcast „Klinisch Relevant“, gesprochen von Martin Werner, Gründer von DocsGoSwiss. Sie beschäftigt sich nicht mit medizinischem Fachwissen, sondern mit der Person dahinter: mit beruflicher Veränderung, mit Perfektionismus, mit Angst, mit dem eigenen Handlungsspielraum.

Das Format ist bewusst schlank:

  • Kurz. Rund 4-6 Minuten pro Folge.
  • Konkret. Jede Episode endet mit einer Übung, die in fünf Minuten machbar ist.
  • Aufeinander aufbauend. Die Folgen funktionieren einzeln – ergeben zusammen aber einen roten Faden.

Der Hintergrund: Martin Werner spricht jede Woche mit Ärztinnen und Ärzten, die etwas verändern wollen – im Job, im Alltag, oft auch mit Blick auf einen Wechsel in die Schweiz. Und immer wieder hört er denselben Satz: „Eigentlich weiß ich schon lange, dass ich etwas ändern müsste – aber es geht gerade noch ganz gut.“

Genau dort setzt die Kolumne an.

 

Für wen ist die Kolumne gedacht?

Für Assistenzärztinnen und Assistenzärzte, Fachärztinnen und Fachärzte, Oberärztinnen und Oberärzte, die

  • spüren, dass sich etwas ändern müsste, aber nicht ins Handeln kommen,
  • über berufliche Weiterentwicklung nachdenken – innerhalb der Klinik oder außerhalb,
  • über einen Wechsel nach Österreich, in die Schweiz oder in eine andere Rolle nachdenken,
  • Themen ansprechen wollen, die im Klinikalltag Tabu sind: Angst, Überforderung, Zweifel, Erschöpfung, der Wunsch nach mehr Zeit für sich.

 

Alle Folgen im Überblick

Die neueste Folge steht oben.

 

Folge 6: Wer ist eigentlich schuld? (September 2026)

Wenn im Gesundheitswesen etwas nicht funktioniert, ist die Suche nach Schuldigen schnell eröffnet: die Politik, die Klinik, die Geschäftsführung, die Versicherungen, der Personalmangel, die Hierarchien. Vieles davon stimmt sogar. Nur: Was bringt es dir, wenn du weißt, wer schuld ist?

Diese Folge trennt zwei Begriffe, die im Alltag ständig vermischt werden – Schuld und Verantwortung. Du kannst an einer Situation überhaupt keine Schuld tragen und trotzdem Verantwortung dafür übernehmen, wie du mit ihr umgehst.

Die Übung: Teile ein Blatt in zwei Spalten – „Das kann ich beeinflussen“ und „Das kann ich nicht beeinflussen“. Dann lass die rechte Spalte liegen. Und frag dich bei der linken: Was davon habe ich in den vergangenen vier Wochen tatsächlich getan?

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Folge 5: Du brauchst wahrscheinlich keine weiteren Informationen (August 2026)

Ärztinnen und Ärzte gehören zu den wissbegierigsten Menschen überhaupt: Podcasts, Fortbildungen, Kongresse, Bücher, Leitlinien, Kollegengespräche. Und trotzdem zeigt sich immer wieder dasselbe Muster: Nicht fehlendes Wissen hält Menschen zurück, sondern fehlende Umsetzung.

Diese Folge geht der Frage nach, warum mehr Informationen nicht automatisch zu besseren Entscheidungen führen – und warum der nächste Schritt oft wichtiger ist als das nächste Webinar.

Die Übung: Schau auf die letzten vier Wochen zurück. Wie viele Stunden hast du Wissen konsumiert? Und wie viele Stunden hast du investiert, um dieses Wissen umzusetzen? Nicht planen, nicht recherchieren – umsetzen. Vergleiche beide Zahlen ehrlich.

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Folge 4: Wovor hast Du Angst? (Juli 2026)

Über Ängste wird in der Medizin selten gesprochen. Die Angst, Fehler zu machen. Die Angst, nicht gut genug zu sein. Die Angst vor Veränderung. Die Angst davor, was andere denken könnten.

Diese Folge dreht die Perspektive um: Angst ist häufig kein Zeichen dafür, dass etwas gefährlich ist – sondern dafür, dass dir etwas wichtig ist. Warum unser Gehirn auf einen Karriereschritt reagiert wie auf einen Tiger im Dschungel, und warum Mut nicht bedeutet, keine Angst zu haben.

Die Übung: Drei Fragen auf ein Blatt Papier. Wovor habe ich gerade Angst? Was wäre das Beste, das passieren könnte? Wie wahrscheinlich ist das Schlimmste wirklich? Nicht theoretisch, sondern realistisch.

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Folge 3: Der perfekte Moment kommt nicht! (Juni 2026)

Nach der Facharztprüfung. Wenn die Kinder größer sind. Wenn das Haus abbezahlt ist. Wenn mehr Sicherheit da ist. Viele Ärztinnen und Ärzte warten auf den richtigen Moment – und schieben dadurch genau die Dinge auf, die ihnen eigentlich wichtig sind.

Diese Folge erzählt unter anderem, warum der eigene Podcast-Start viel zu lange gedauert hat, weshalb Sicherheit oft eine Illusion ist und warum ausgerechnet Ärztinnen und Ärzte besonders anfällig für Perfektionismus sind.

Die Übung: Welche Entscheidung schiebe ich seit Monaten vor mir her? Kann ich heute einen ersten Schritt machen? Was könnte realistisch schiefgehen? Nicht die ganze Entscheidung – nur der erste Schritt.

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Folge 2: Warum Veränderung oft erst durch Schmerz entsteht – und wie du ihn vorher nutzt (Mai 2026)

Viele wissen, dass sie etwas verändern sollten – und trotzdem passiert lange nichts. Der Grund ist unbequem: Wir verändern uns meist erst, wenn es weh tut. Diese Folge zeigt, wie du diesen Schmerz bewusst nutzen kannst, bevor er dich einholt.

Die entscheidende Frage dahinter ist nicht „Was gewinne ich?“, sondern: Was kostet es mich, wenn ich nichts verändere?

Die Übung: Fünf Minuten, ein Blatt Papier. Was kostet dich deine aktuelle Situation – an Gesundheit, Energie, Beziehung, Zeit, Lebensqualität? Schreib es konkret auf, gib den Dingen einen realen Wert (auch finanziell), häng den Zettel sichtbar auf. Wenn es sich unangenehm anfühlt: genau richtig.

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Folge 1: Kleine Veränderung, große Wirkung – warum Veränderung bei dir selbst beginnt (April 2026)

Die erste Folge der Kolumne startet dort, wo Veränderung realistisch anfängt – nicht bei der großen Entscheidung, sondern beim kleinen Experiment. Wir reden viel über das System, über Arbeitsbedingungen, über den Druck im Gesundheitswesen. Vieles davon stimmt. Aber Veränderung beginnt selten im System.

Das Beispiel aus der Folge ist bewusst unspektakulär: vier bis sechs Tassen Kaffee am Tag, oft ohne Genuss – heruntergefahren über vier Wochen auf eine bewusst genossene Tasse.

Die Übung: Frag dich, was dich an dir selbst nervt. Such dir eine einzige Sache heraus und verändere sie für vier Wochen. Nicht perfekt, nicht radikal. In kleinen Schritten, mit Wochenziel und Tagesziel. Und wenn es nicht klappt: aufschreiben, warum.

Der eigentliche Effekt liegt nicht beim Kaffee. Er liegt in der Erfahrung: Ich kann etwas verändern. Und was im Kleinen funktioniert, funktioniert oft auch bei größeren Fragen – im Beruf, im Leben, vielleicht sogar im Gesundheitswesen.

🎧 Folge anhören

 

Der rote Faden

Liest man die sechs Folgen hintereinander, ergibt sich eine Dramaturgie:

  1. Fang klein an (Folge 1, April 2026)
  2. Werde dir bewusst, was Nicht-Handeln kostet (Folge 2, Mai 2026)
  3. Hör auf, auf den perfekten Moment zu warten (Folge 3, Juni 2026)
  4. Nimm deine Angst als Hinweis, nicht als Stoppschild (Folge 4, Juli 2026)
  5. Sammle nicht noch mehr Wissen – setz um (Folge 5, August 2026)
  6. Hör auf, nach Schuldigen zu suchen, und schau auf deinen Handlungsspielraum (Folge 6, September 2026)

Das ist im Kern der gleiche Weg, den Ärztinnen und Ärzte gehen, wenn sie über eine Veränderung ihres Arbeitsortes nachdenken – etwa über eine Stelle in einem Schweizer Spital.

 

Häufige Fragen zu „Eine Minute Mut“

Wo kann ich „Eine Minute Mut“ hören? Die Kolumne erscheint im Podcast-Feed von „Klinisch Relevant“ – also überall dort, wo du Podcasts hörst. Alle bisherigen Folgen sind zusätzlich in einer Spotify-Playlist gebündelt.

Wie oft erscheint eine neue Folge? Einmal im Monat.

Wie lang ist eine Folge? Bewusst kurz – der Name ist Programm. Die meisten Folgen sind in wenigen Minuten gehört.

Muss ich die Folgen in der richtigen Reihenfolge hören? Nein. Jede Folge funktioniert für sich. Wer chronologisch hört, bekommt zusätzlich den roten Faden mit.

Wer spricht die Kolumne? Martin Werner, Gründer von DocsGoSwiss. Er begleitet Ärztinnen und Ärzte bei beruflichen Veränderungen – insbesondere bei der Entscheidung und dem Weg in die Schweiz. Er ist selbst 2016 in die Schweiz ausgewandert.

Geht es in der Kolumne immer um die Schweiz? Nein. Die Themen sind allgemein: Veränderung, Angst, Umsetzung, Verantwortung. Die Schweiz ist der Kontext, in dem Martin Werner arbeitet – nicht der Inhalt jeder Folge.

 

Du denkst über die Schweiz nach?

Vielleicht gehört zu deinem persönlichen Handlungsspielraum gerade die Frage: Wie realistisch ist mein Weg als Ärztin oder Arzt in die Schweiz überhaupt?

Genau dafür gibt es den Swiss Readiness Check von DocsGoSwiss. Du beantwortest Fragen zu deiner beruflichen und persönlichen Situation und bekommst eine erste, persönliche Einschätzung: wo du auf deinem Weg stehst und welche nächsten Schritte für dich sinnvoll sein können.

👉 Zum Swiss Readiness Check

Und wenn du eine der Übungen ausprobierst und merkst, dass du dich im Kreis drehst, Unterstützung brauchst oder einfach deine Gedanken teilen möchtest: Schreib mir gerne.

📩 info@docsgoswiss.ch 🌐 www.docsgoswiss.ch

 

Das war „Eine Minute Mut“. Danke für deinen Mut.